Have any questions?
+44 1234 567 890
LÜTJENBURGER VORTRÄGE ZUR ARCHÄOLOGIE & GESCHICHTE ´BURGEN IM OSTSEERAUM" - Lütjenburg
Ort: Lütjenburg,Markt 20, Hotel-Restaurant `Lüttje Burg`
BURGEN IM WANDEL DER ZEIT - Prof. Dr. Frank Nikulka (Universität Hamburg) über ´slawische, fränkische und sächsische Burgen. "Delbende gefunden? Aktuelle Forschung zu einer Burg an der Elbe bei Boizenburg". - Der Eintritt ist frei.
Im Jahr 822 lässt der fränkische Kaiser Ludwig der Fromme nach dem Sieg über die slawischen Abodriten eine Burg nördlich der Elbe zur Sicherung des Gebietes Nordalbingens errichten. Nach den fränkischen Reichsannalen (Annales regni Francorum) wird dieser Ort Delbende genannt. Die Annalen berichten aber nicht, wo genau der Ort und die Burg liegen und weder die Burg noch der Ort Delbende werden danach noch einmal erwähnt. Historiker und Archäologen haben trotzdem immer wieder versucht, den Standort der Burg zu finden. Prof. Dr. Nikulka reiht sich mit seinen Forschungen zu einer Burganlage bei Nostorf, Lkr. Ludwigslust-Parchim, nahe Boizenburg, in diese Riege ein. Anhand der Burganlage und einige bedeutenden Funde geht er der Frage nach, ob endlich die Burg Delbende gefunden wurde. Dazu berichtet er allgemein davon, wie schwer es ist, einen Ort zu finden, der nur in einer Schriftquelle erwähnt wird.
Prof. Dr. Frank Nikulka hat an der Universität Vor- und Frühgeschichte, Bodenkunde und Völkerkunde studiert, an der Universität Tübingen promoviert und sich an der Universität Münster habilitiert. Von 2002 bis 2010 war er Dezernent am Landesamt für Kultur und Denkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern. Seit 2010 ist Herr Nikulka Professor an der Universität Hamburg und leitet dort das Institut für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie. Sein Forschungsschwerpunkt liegt seit seiner Studienzeit vor allem auf den Metallzeiten. Seit seiner Tätigkeit in Mecklenburg-Vorpommern forscht er verstärkt zur Zeit der Slawen und seit mehreren Jahren am Fundplatz in Nostorf bei Boizenburg an der Elbe.
Abb. 1: Zwei Studentinnen bei den Ausgrabungen in Nostorf, Foto: Frank Nikulka/UHH