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Autoka Kessal – Seit 125 Jahren immer die Nase vorn
(pg) Von der Wollspinnerei, über Fahrrad-/motorisierte Zweirad-/Autovermietung, Taxi-/Fahrschulunternehmen, Tankstelle, Garten-/Forstgeräte, Reparaturwerkstatt bis hin zum Vertrieb von Leichtkraftfahrzeugen…
Dass die Familie Kessal ständig von neuen Ideen und Innovationen angetrieben ist, erzählt die lange Firmengeschichte.
Wollspinnerei
Bis ins 19. Jahrhundert lässt sich die Betriebsamkeit der Kessals zurückverfolgen, denn schon zu der Zeit führte August Kessal in der Lütjenburger Wehdenstrasse eine Wollspinnerei. Diese brannte in der Neujahrsnacht 1900 bei einem Großfeuer vollständig nieder, was Raum für Neues schuf.
1. Kessal-Fahrzeug-Generation
Sohn Hermann wollte den Textilbetrieb nicht wieder aufbauen. Er hatte Sinn für etwas ganz anderes: Als erster Lütjenburger ist er auf zwei gleich großen Pneumatics mit dem Fahrrad, dann mit dem Motorrad und Auto der Marke „Adler“ durch die Stadt gefahren. Hermann war lange Zeit Vorsitzender des Radfahrclubs ´Vorwärts´. So kam es, dass der fahrzeug- und technikbegeisterte junge Mann sein Hobby zum Beruf machte und am 3. März 1900 an gleicher Stelle einen Betrieb mit Verkauf von Fahrrädern eröffnete. Ab 1908 kamen Autos hinzu. Hermann übernahm die Autovertretung für ´Brennabor´ und ´Opel´, er hatte zudem eine Autovermietung, ein Taxiunternehmen, erwarb eine Lizenz für eine Fahrschule und betrieb eine Reparaturwerkstatt sowie die erste Tankstelle in Lütjenburg.
2. Generation
Mechaniker-Meister Autoka Kessal übernahm 1935 das Unternehmen seines Vaters Hermann. Er expandierte weiter und spezialisierte sich auf ´NSU´ Motorräder. Zudem erfuhr das Unternehmen eine Erweiterung der Elektroabteilung, es wurde eine Reparaturhalle eingerichtet und die Tankstelle erweitert. 1962 kam eine Fiat-Vertretung hinzu. 1963 machte Sohn Kay die Meisterprüfung und arbeitete seither im väterlichen Betrieb.
3. Generation
1968 wurde Kfz.-Mechanikermeister Kay Kessal Geschäftsinhaber. Als erster Betrieb weit und breit verkaufte er den ersten Personenwagen mit Wankelmotor und das erste Elektromofa. Weiterhin wurden der Verkauf und die Reparatur von Opel-Fahrzeugen und Zweirädern stetig ausgebaut. Nach dem frühen Tod von Kay Kessal leitete seine Frau Ingrid ab 1991 den Betrieb.
4. Generation
Nach Abschluss seiner Kfz.-Mechaniker Ausbildung unterstützt Sohn Sven Kessal seine Mutter seit 1993. Am 01.10.1998 legte er seine Kfz.-Technikermeister-Prüfung ab. Seit dem 1. Januar 2010 leitet der ausgebildete Kfz-Technikermeister das alteingesessene Unternehmen. Seine Frau Melanie und ein Werkstattmitarbeiter unterstützen ihn dabei tatkräftig.
Die Firma Kessal hat sich einen guten Namen gemacht mit Verkauf und Reparaturen motorisierter Garten-/Forstgeräten (seit über 55 Jahren STIHL), Piaggio Nutzfahrzeugen und über 10 Jahre besteht der Vertrieb von Aixam Leichtkraftfahrzeugen für das Fahren ab 15 Jahren.
5. Generation
Die nächste Generation hat Interesse an der Firmenübernahme gezeigt. Sohn Lasse Max Autoka macht zurzeit eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker. Seine Eltern lassen ihm alle Freiheiten für berufliche Entscheidungen. Wenn er Freude daran hat, den alten Familienbetrieb einmal weiter zu führen, stehen ihm alle Türen offen.
Text: © Petra Gramkow, Foto aktuell: © Stefan Gramkow, Agentur inpucto Werbung/Binnenland & Waterkant. Historische Fotos: © Kessal privat