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Anno dazumal

Erinnerung an den Winter 1978

© Petra Gramkow. Kopieren/Teilen nicht gestattet.

Schneepracht – Schneelast in der Gemeinde Lammershagen --
So oder ähnlich trug es sich vielerorts in Schleswig-Holstein zu.

(Bericht im Selenter Dorfblatt 1979, Verfasser unbekannt)

Der Schnee der „Katastrophen“ zum Jahreswechsel und Mitte Februar ist eigentlich ja schon „Schnee von gestern“. Ein schwaches Frühlingsahnen macht uns das Vergessen etwas leichter. Trotzdem sollten wir nicht wie selbstverständlich zur Tagesordnung übergehen. Die Unwetter haben uns Bürger gefordert. Haben die Bürger die Forderung angenommen und bewältigt? Diese Frage muß und kann mit „Ja“ beantwortet werden. Lassen wir einmal Zahlen sprechen. 1000 Arbeitsstunden wurden freiwillig von „Schippern“ geleistet. Im Einsatz waren53 Männer und Frauen, sogar Kinder halfen mit. Neben der Handarbeit waren Maschinen 405 Stunden im Einsatz. Gesamtkosten ca. 14.000,-- DM.

Den Bürgern unserer Gemeinde waren sich ihrer Verantwortung dem Gemeinwohl gegenüber bewußt und dafür auch an dieser Stelle ein großes Dankeschön.

Einige Randbemerkungen seien erlaubt. Erfreulich und lobenswert: Dem Aufruf zum Schippen wurde spontan fast total nachgekommen, obwohl von Bezahlung absolut nichts bekannt war. „Lustig?!“ und immer wieder zu beobachten: Es gab wieder einige Volksredner, die große Reden schwangen, aber jeder Schaufel in weitem Bogen aus dem Weg gingen.

Interessant und bemerkenswert: Bürger, die, wenn es um handfeste persönliche Interessen geht, gern nach Bürgerinitiativen rufen, waren in der „Bürgerinitiative Schneeräumen“ nicht ungeheuer aktiv.

Dankenswert und hoch anzurechnen: Die „Schipper“ wurden täglich von Bürgerinnen mit Heißgetränken (mit und ohne) versorgt.

Zukunftswünsche: Bei der nächsten Katastrophe das Fernsehen oder ein  „hohes Tier“ vor Ort. Damit wir dann vielleicht auch mal zu einer Erbsensuppe kommen.

14.000,-- DM ist eine stolze Summe, die erst einmal aufgebracht sein will. Aus der Presse haben Sie jedoch sicherlich entnommen, daß wir relativ gut davongekommen sind. Folgende Frage bleibt: Wären wir mit einer Schneeräumfirma noch billiger und schneller davongekommen? Wer kann darauf eine Antwort geben? Ein Schneeräumunternehmen mit seinen Spezialgeräten kann sicherlich wesentlich schneller und somit vielleicht auch billiger arbeiten. Aber das ginge doch nur, wenn das Unternehmen im Notfall sofort für uns zur Verfügung stände. Hier liegen die Schwierigkeiten. Es wird wohl kaum gelingen, eine Firma vertraglich zu binden, daß sie im Notfall sofort unserer Gemeinde zur Verfügung steht. Wenn wir uns trotzdem auf eine Firma verlassen würden, wären wir wahrscheinlich erst einige Tage nach dem Notfall an der Reihe. Die Probleme würden dann zwar schnell gelöst, aber wir können uns den Leerlauf vom Notfall bis zum Räumeinsatz einer Firma nicht leisten. (Milch, Versorgung, Krankheit, Schule u. a.). Ohne Selbsthilfe, wenn auch vielleicht mit Mehrkosten verbunden, gibt es wohl keine Lösung. Es sollte uns aber nicht davon abhalten, bereits im Herbst mit dem Krisenstab alle erdenklichen Möglichkeiten durchzuspielen und nach einer optimalen Lösung zu suchen. Dabei sollte nie aus dem Auge verloren werden: Geldsparen sicherlich, aber nur dann, wenn gesichert ist, daß dem Bürger keine vermeidbaren Erschwernisse zugemutet werden.

Fotos: Belliner „Schneeschipper“ auf Dorfstraßen.
Mit diesen Bildern wollen wir allen „Schippern“ in unserem Einzugsbereich während der schlimmen Tage unsere Hochachtung bezeugen. Ohne ihren unermüdlichen und uneigennützigen Einsatz hätte man den Schnee nie in den Griff bekommen. Zugleich bewiesen sie, daß es doch noch mehr Gemeinsinn gibt, als man zu glauben geneigt war. Ihnen spricht die Redaktion unseres Blattes (Selenter Dörpsblatt), und man darf sicherlich alle Leser mit einbeziehen, ihren herzlichen Dank aus.

Radektion: Petra Gramkow

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