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Anno dazumal

Die Färberei Piper in der Neuwerkstr. Nr. 3

© Stadt Lütjenburg / Arbeitskreis Stadtarchiv. Kopieren/Teilen nicht gestattet.
Die Fotos zeigen sich beim Anklicken vergrößert.

(Ersterscheinung hein´s magazin Januar 2012)

Die Limousine, die auf dem Foto im Jahre 1927 vor dem Haus des Färbermeisters Ernst Piper (* 1876) in der Neuwerkstraße Nr. 3 parkte, um zu einer sonntäglichen Ausfahrt aufzubrechen, gehörte dem wohlhabenden Inhaber der Landmaschinenfabrik und –werkstatt Fritz Piper, der seinen Betrieb in der Plöner Straße hatte. Er war der Bruder von Ernst und hatte die Generalvertretung der Firma Lanz – Bulldog.

Im Auto auf dem Rücksitz hat sich – ganz in Schwarz gekleidet – die Mutter von Ernst und Fritz, Frau Marie Piper, geb. Witt, niedergelassen. Rechts von ihr sitzt Dora Arens, geb. Piper, während auf den Vordersitzen Marie Regel, geb. Piper, sowie der Fahrer des Wagens mit Chauffeurmütze Platz genommen haben. In der Tür stehen Färbermeister Ernst Piper und seine Ehefrau Helene Charlotte Emilie Piper, geborene Kloppien; zwischen ihnen steht ein Junge.

Bei der Limousine handelt es sich wohl um einen Fiat 501, der unter der Bezeichnung „Torpedo“ angeboten wurde. Er verfügte über eine Leistung von 30 PS und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 70 Kilometern in der Stunde. Schalthebel und Lenkrad befanden sich auf der rechten Seite.

Auf dem Foto ist noch eine der beiden Linden zu sehen, die ca. 1963 im Zuge der Verbreiterung der Neuwerkstraße gefällt wurden. Einstmals sollen hier vier Linden gestanden haben. Gleichzeitig wurden die granitsteinernen Treppenstufen seitlich angeordnet.

Im Familienbesitz ist die Färberei seit 1868, als der Großvater des letzten Betriebsinhabers, Fritz Piper, den Färbereibetrieb des Färbermeisters Baade kaufte und damit eine neue Familientradition begründete. Als dann 1902 der Sohn des Gründers Ernst Piper heiratete, wurde dieser zugleich Teilhaber der Firma. Mit Sohn Fritz (* 1906) übernahm nach den schwierigen Jahren des Ersten Weltkrieges und der Inflationszeit ein Vertreter der neuen Generation die Geschicke des Färbereibetriebes. Nach gründlicher Färberlehre und dem Besuch der Textilfachschule konnte dann später Hans (* 1938) seinem Vater zur Seite stehen und den Betrieb (1964) und das Wohnhaus (1968) den neuzeitlichen Gegebenheiten anpassen. Er führte das Familienunternehmen von 1971 bis 1993.

Auch wenn für diese Straße nur zwei lang eingesessene Färbereibetriebe - Kessal (auf der gegenüberliegenden Seite) und Piper – nachweisbar sind, bezeichneten die Lütjenburger diese Pflasterstraße doch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts als „Färberstraße“. Einen Beleg dafür haben wir durch die Beschriftung eines überlieferten Fotos vom „Hofphotograph R. Schultze“, der in einem eigenen Verlag Ansichtskarten von Lütjenburg herstellte. Seine damalige Anschrift – es muß um die Jahrhundertwende gewesen sein – lautete „Färberstraße Nr. 5“, d. h. das Wohnhaus, das noch heute oben im Dachgiebel den ungewöhnliches Hausschmuck eines Merkurkopfes aufweist. Wann genau und warum die Lütjenburger Stadtväter eine „Umbenennung“ in „Neuwerkstraße“ vornahmen, muß noch erforscht werden.

Auf einem anderen Bild, das das Pipersche Wohnhaus zeigt, heißt es auf dem Schild über dem Hauseingang nicht nur „Färberei“, sondern „Färberei. Chemische Reinigung von Ernst Piper“. Wer einmal das Nachbarhaus Neuwerkstraße Nr. 7 betritt, wird überrascht sein, wie kunstvoll die Wände der Eingangsdiele bemalt sind. Der Grund dafür ist, dass der Hausbesitzer Carl Cloppien Malermeister war. Seine Schwester, Helene Cloppien, war die Ehefrau des benachbarten Färbermeisters Ernst Piper. Die Lebensweisheit, die von Fritz Piper überliefert ist, ist deshalb sehr passend:

„Köp Nachbars Koh,
frie Nachbars Kind,
dann all nie bedrogen sünd!“

Verantwortlich für den Inhalt:
Arbeitskreis Stadtarchiv Lütjenburg Wer weitere Hinweise geben oder Fotobelege beisteuern kann, melde sich bitte im Stadtarchiv (Dr. Sigurd Zillmann, Tel. 04381/7319)

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