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Anno dazumal

Die Anfänge der Polizei in Lütjenburg nach 1945

© Stadt Lütjenburg / Arbeitskreis Stadtarchiv. Kopieren/Teilen nicht gestattet.
Die Fotos zeigen sich beim Anklicken vergrößert.

(Ersterscheinung hein´s magazin April 2011)

Auf dem Grundstück der heutigen VR-Bank – Markt Nr. 8 – stand früher ein repräsentatives Bürgerhaus mit ausgebautem Obergeschoß und einem Knüppelwalmdach. Eigentümerin war Wilhelmine Schellhorn, bekannt unter dem Rufnamen „Tante Mine“.  Ihr Mann war im Ersten Weltkrieg gefallen. Da das Haus bis hinauf zum Schornstein mit Wein bewachsen war, war es in der „herrschaftlichen Villa“ immer recht dunkel. Zum Grundstück gehörten zwei Scheunen, die bis hinunter zur Neuwerkstraße reichten. Zur Teichtor- wie zur Neuwerkstraße war das Anwesen mit einer hohen Mauer umgeben.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bezogen englische Besatzungsoffiziere im Nachbarhaus, dem „Central – Hotel“ (heute Sporthaus), Quartier und nutzten die Räume im oberen Stockwerk des Schellhornschen Hauses für die Meldestelle des „Secret Service“. Daneben wohnte auch weiterhin Wilhelmine Schellhorn.

In das Untergeschoß zogen Feldjäger ein, die in Lütjenburg nach dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 für Ruhe und Ordnung sorgen sollten. Diese Einheit der Militärpolizei gehörte zum „Wehrmacht – Ordnungsdienst“, die das „Sperrgebiet F“ (den so genannten „Kral“) auf Weisung der britischen Besatzungsmacht an den Außengrenzen bewachen sollte. Diese Truppe, die aus acht deutschen Soldaten in Uniform mit Gewehr und Munition bestand, wurde befehligt von Oberleutnant Albert Kusche, der als Sozialdemokrat später viele Jahre als Bürgervorsteher und Stadtrat ehrenamtlich tätig war. Nach Abzug des  britischen Stadtkommandanten und nach Auflösung der Korpsgruppe von Stockhausen in Weißenhaus im Februar 1946 wurde der „Wehrmacht – Ordnungsdienst“ nicht mehr benötigt, und es kam zu einer Neuordnung des Polizeiwesens in Lütjenburg.

Bis 1945 gab es einen Gendarmerieposten in der Plöner Straße; es waren die Landjäger Arthur Stabenow und Schilde. Daneben gab es den Stadtpolizisten Karl Hinze, der seine „Amtsstube“ im Rathaus hatte; die Amtsbezeichnung lautete Ortspolizeibehörde. Die Bürger der Stadt konnten die Landesbeamten und die Kommunalbeamten gut unterscheiden. Während der Landjäger Stabenow als Landesbeamter die grüne Uniform trug, war der städtische Polizist blau gekleidet. 
Beide Polizeistellen wurden von der britischen Militärverwaltung aufgelöst. Es kam zur Einrichtung einer neuen Polizeistation im Schellhornschen Haus Markt Nr. 8, dem großen Eckhaus Markt / Teichtorstraße. Leiter des Polizeipostens war zunächst Arthur Stabenow, der jedoch schon 1946 pensioniert wurde. Sein Nachfolger war Otto Sadewasser. Wie „verwunschen romantisch“ das Schellhornsche Haus noch 1946 aussah, hat der Kunstmaler Maeder damals festgehalten. Er war nach Ende des Zweiten Weltkrieges als Heimatvertriebener nach Lütjenburg gekommen und hat das Polizeigebäude am Markt gemalt. Als einzige Verkehrsmittel sind zwei Pferdekutschen zu sehen. Bald danach muß es eine gründliche „Fassadenreinigung“ gegeben haben, denn wir besitzen ein Farbfoto vom Wochenmarkt in der ersten Nachkriegszeit, auf dem das Backsteinhaus ohne Weinlaub und mit Polizeischild abgebildet ist.

Ende der 50ger Jahre zog die Polizei für zwei Jahre in ein Hinterhaus des Hotels „Stadt Hamburg“ in der Niederstraße und anschließend in ein Nebengebäude des Rathauses. Im Jahre 1957 verkaufte Wilhelmine Schellhorn Haus und Grundstück Markt Nr. 8 an die Raiffeisenbank. So kam es zu einem völligen Abriß und der Errichtung eines zeitgemäßen Neubaus, der sich gut in das dortige Stadtbild einfügte. Bevor die Raiffeisenbank alle Räume für eigene Zwecke benötigte, waren in dem weitläufigen Gebäude noch Geschäfte, Arztpraxen, Wohnungen und sogar die erste Diskothek der Stadt Lütjenburg untergebracht. Pächter des „Clubs 69“ waren Klaus – Dieter Dehn und Volkmar Zschutschke.

Nach dem plötzlichen Tod des Polizeiinspektors Otto Sadewasser begann am 1. Oktober 1960 bei der Polizeiabteilung Lütjenburg die „Ära Knuth“, die am 31. März 1970 mit seiner Versetzung in den Ruhestand endete. Zum „Stammpersonal“ gehörten bei diesem Führungswechsel: Polizeiobermeister Paul Windschall (Postenleiter), Polizeimeister Alfred Vogel (Hunde- und Kradführer) sowie die Polizeihauptwachmeister Heinz Neumann, Georg Kattner, Martin Knop und Ernst Grimm.

Verantwortlich für den Inhalt:
Arbeitskreis Stadtarchiv Lütjenburg Wer weitere Hinweise geben oder Fotobelege beisteuern kann, melde sich bitte im Stadtarchiv (Dr. Sigurd Zillmann, Tel. 04381/7319)

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