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Anno dazumal

Das Haus "Piepengorden" - Kieler Str. Nr. 11

© Stadt Lütjenburg / Arbeitskreis Stadtarchiv. Kopieren/Teilen nicht gestattet.
Die Fotos zeigen sich beim Anklicken vergrößert.

(Ersterscheinung hein´s magazin Juli 2011)

Nach dem Zweiten Weltkrieg standen am Ortsausgang von Lütjenburg an der Kieler Straße nach Selent noch drei Häuser, von denen heute nichts übrig geblieben ist. Das lang gestreckte Backsteingebäude in der Kieler Straße Nr. 9 wurde abgerissen, um der neuen VW–Werkstatt von Liebenow Platz zu machen (heute Wirges); die weiß gestrichene Villa „Piepengorden“ in der Kieler Straße Nr. 11 musste weichen, als das gesamte Gelände nördlich der Kieler Straße für die Bundeswehr freigemacht werden musste und das so genannte „Chausseehaus“ in der Kieler Straße Nr. 13 direkt an der Stadtgrenze vor Winterfeld musste im März 1972 von der Lütjenburger Feuerwehr „warm“ abgebrochen werden.

Das frei stehende Haus „Piepengorden“ wurde außerhalb der städtischen Bebauung direkt am Straßenrand errichtet. Es war umgeben von Schrebergärten, Koppeln und Feldern, die zum größten Teil D.H. Boll und Peter Mody gehörten. Man konnte bis zur Straße nach Darry schauen; ringsum war unbebautes Gelände. Da der Eigentümer des Hauses Inhaber des Zigarrengeschäftes in der Niederstraße Nr. 1 Walter Hein (Vater Max) war und dieser gern Pfeife rauchte, hieß das Haus bei den Lütjenburgern nur „Piepengorden“. Wie es nun einmal zum Bau dieses Hauses weit vor der Stadt gekommen ist, darüber gibt es eine sagenhafte Geschichte, in der die „Piependreiersch vom Pfeifenladen in der Niederstraße“ die Hauptrolle spielt (vgl. „Alte Geschichten aus Lütjenburg“, Plön, ca. 1963).

Wie damals üblich, waren die meisten Familien sehr kinderreich. Im Haupthaus im Parterre wohnte die Familie Voß mit sechs Kindern und im Obergeschoß die Familie Bonhoff mit vier Mädchen. Im Hinterhaus war die Familie von Gustav und Johanna Kruse, geb. Rönfeld, untergebracht. Gustav, der sich seine Frau aus dem Nachbardorf Rönfeldholz geholt und diese 1932 geheiratet hatte, zog noch im selben Jahr zur Untermiete in den Piepengarten ein. Bis die Familie im Jahr 1942 in die Kieler Straße Nr. 22 umzog, war die Kinderschar auf fünf angewachsen (Karl, Elsbeth, Johann, Anni und Horst); später kamen noch zwei (Ernst – Gustav und Lisa) dazu.

Unser Zeitzeuge Johann Kruse, geboren am 16. November 1934, berichtet davon, dass die Lebensumstände damals nicht einfach waren. So gab es im „Piepengorden“ noch kein elektrisches Licht und noch kein fließendes Wasser wie im übrigen Stadtgebiet – man lebte dort also noch so wie in den meisten Dörfern: mit Petroleumlampe und Wasserpumpe. Man wohnte Wand an Wand mit dem eigenen Schwein und den eigenen Hühnern. Es war sehr eng; nachts schubberten Schweine und Ziegen an der Wand zu den Schlafräumen der Kinder. Die zwei Ziegen, die der Familie Voß gehörten, mussten sich an den Straßenrändern durchfuttern. Die oft sehr reichliche Obsternte wurde vom Eigentümer in einem gummibereiften Handwagen abtransportiert. Im Jahre 1949, als sich die ganze Familie Kruse anlässlich einer Goldenen Hochzeit in Rönfeldholz aufhielt, entstand das Familienfoto mit allen sieben Kindern.

Johann, der bei Otto Brüchmann (Vater von Friedrich – Karl) den Beruf des Gärtners erlernt hatte, arbeitete viele Jahre in Hattingen an der Ruhr, dann bei Krupp auf der „Villa Hügel“ und wurde schließlich von Krupp in die Türkei nach Istanbul verpflichtet, um dort bei der LKW – Vertretung eingesetzt zu werden. Da man Johannes Dienstauffassung schätzte, war er von 1964 bis 1972 als Fahrer in der Deutschen Botschaft in Ankara tätig. Nach einem weiteren Arbeitsaufenthalt in Tunesien durfte er schließlich bis zu seiner Pensionierung am 1. November 1997 als Fahrer für das Auswärtige Amt in Bonn bleiben, d.h. er musste nicht mehr in die neue Bundeshauptstadt Berlin umziehen. Johann vom „Piepengorden“ ist also viel in der Welt herumgekommen, hat sogar Türkisch gelernt und kann viel erzählen – auch vom Leben seiner vielen Geschwister.

Verantwortlich für den Inhalt:
Arbeitskreis Stadtarchiv Lütjenburg Wer weitere Hinweise geben oder Fotobelege beisteuern kann, melde sich bitte im Stadtarchiv (Dr. Sigurd Zillmann, Tel. 04381/7319)

 

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